EISEN 2018 - BI vs. PB


Nach harten Kämpfen konnte in diesem Jahr das Team der Universität Bielefeld das Turnier für sich entscheiden. Somit geht der "Wanderpokal", das gravierte R.S.K. - Schwert, an den Hochschulsport Bielefeld. Die genaue Zusammensetzung der jeweiligen Begegnungen wurde durch das Los entschieden. 2019 wird es eine Revanche im Rahmen des nächsten EISEN - Turnieres geben - die Chance das Schwert nach Paderborn zu bringen. In dem anschließenden Turnier um den Titel des besten R.S.K. - Kämpfers erstritt sich Paul Wagener den 1. Platz (Preis: ein iPad 2017 - mit freundlicher Unterstützung der GRAVIS - Computervertriebsgesellschaft / bereitgestellt durch den GRAVIS - Store Bielefeld), Lukas Ester errang den 2. Platz, Mawe Sprenger erreichte Platz 3.

Danke an alle Teilnehmer für die gezeigte Leistung!

EISEN / das interne R.S.K. - Turnier


Weshalb ausschließlich intern? Da sich der R.S.K. - Schwertkampf in Konzept sowie Training ganz klar von anderen Herangehensweisen an den historischen Schwertkampf unterscheidet, werden die Turniere intern gehalten. Durch die Verwendung entsprechender Rüstungen und Schwerter ergibt sich hier eine deutlich höhere Anforderung an die Kondition, da generell keine bequemen und extrem leichten Kunststoff - Protektoren oder "Federleichte" Waffen verwendet werden. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Dies entspricht in keiner weise dem historischen Hintergrund welcher dem R.S.K. zu Grunde liegt. Bei der Wertung der Treffer, je nach Turnierstufe, wird auf die Entscheidung von zwei Kampfrichtern gesetzt, da die Kampfdynamik trotz der Rüstungen eine sehr hohe ist. 

 

Turnier - Stufe 1 besagt die Verwendung der gleichen Waffen (der Epoche entsprechend), es wird jeder Treffer gewertet.

Turnier - Stufe 2 besagt die Verwendung verschiedener Waffen, Begleitwaffen / Schild (der Epoche entsprechend), es wird jeder Wirkungstreffer gewertet.

Turnier - Stufe 3 besagt die Verwendung verschiedener Waffen, Begleitwaffen / Schild ( der Epoche entsprechend), es wird jeder Wirkungstreffer gewertet, der Gegner darf / soll zu Fall gebracht werden, Entwaffnungen sind erwünscht.

R.S.K. - Sport


"Medieval Fitness" / Polyprophylen - Waffen

Gemäß unserem Anspruch an den historischen Hintergrund des R.S.K. wird hier bei der Wertung der Kämpfe auf die jeweilige Epoche geachtet. Jedoch darf hier ein Teil der Schutzausrüstung aus Kunststoffprotektoren bestehen. Ausgenommen sind der Helm, der Gambeson sowie das Kettenhemd als Körperschutz. Dies stellt aus unserer Sicht einen sehr guten Kompromiss von Ausrüstung und Budget dar. Die Wertungskämpfe hier werden nach Stufe 1 mit schweren Polyprophylenwaffen bestritten.

R.S.K. - historisch


"Turnei" / Metall - Waffen

Hierbei werden ausschließlich Rüstung und Ausrüstung verwendet welche sich in Material und Ausführung im Rahmen des „machbaren“ an dem jeweiligen historischen Vorbild orientieren bzw. diesem nachempfunden sind. Die Wertungskämpfe werden mit massiven Turniertauglichen Stahlschwertern nach Stufe 2 bis 3 bestritten. Hierbei müssen die Schwerter die entsprechenden Kriterien erfüllen und werden weiterhin vor jedem Kampf geprüft. Ziel ist es dabei  z.B. scharfe Kanten oder Grate von der Klinge zu entfernen .


die Regeln / wer kämpft stimmt zu


 

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen dass die Teilnahme nur möglich ist wenn fortgeschrittene Techniken und Fähigkeiten, sowie das nötige Gefühl in der sicheren Handhabung der Waffen durch regelmäßiges Training erlangt sind. Die Fähigkeiten unter anwendungsbezogenen Gegebenheiten werden hier, neben der Kondition und Koordination, extrem beansprucht. Im Rahmen des R.S.K. werden keine Epochen vermischt was Waffen und Rüstungen betrifft, die Wertung wird hierbei den entsprechenden Rüstungen der jeweiligen Epoche angepasst. Die Kombination der Waffen erfolgt nach Zustimmung und Absprache der Teilnehmer sowie der Kampfrichter. Aufgrund der hohen Kampfdynamik weisen auch die Kampfrichter zwingend fortgeschrittene Fähigkeiten und Kenntnisse des R.S.K. auf. Die nachfolgenden Bestimmungen spiegeln "realistisch im Rahmen des Machbaren" sowie ein "miteinander und nicht gegeneinander" wieder, und sind der Sicherheit geschuldet.

  • vor jedem Wettkampf sind Rüstung und Waffen genau zu prüfen (Metallwaffen z.B. dürfen Schlagkanten keine scharfen Grate aufweisen)
  • die Turnierstufe wird nach Abstimmung beider Kämpfer festgelegt
  • es darf nur mit ausreichendem und geeigneten Körperschutz angetreten werden (z.B. massiver Helm mit Stichschutzgitter, Handschuhe, Polsterkragen...)
  • die Wucht der Hiebe ist so zu dosieren das Verletzungen möglichst vermieden werden (aus Training bekanntes lockeres führen der Waffen)
  • schwere  Angriffe / Stiche zu Hals, Unterleib, Beinen (Kniegelenk), Armen (Ellenbogengelenk)  und Händen sind nicht erlaubt / gleiches gilt für Schildkantenschläge
  • Stiche zu Torso, Helm sind abgeschwächt und nicht mit voller Wucht und Härte erlaubt
  • Schläge zu Hals, Händen, Handgelenken, Ellenbogen oder Knie dürfen nur mit leichtem Kontakt angedeutet werden, nicht mit voller Wucht und Härte / gleiches gilt für Schildkantenschläge
  • Schläge mit Knauf oder Parier sind anzudeuten, jedoch nicht mit voller Wucht und Härtet auszuführen
  • Faustschläge sind mit lockerem Kontakt erlaubt, Tritte in den Unterleib oder zu den Beinen / Knie sind nicht erlaubt
  • Treffer sind so auszuführen das diese in Wirkung sichtbar und für den Teilnehmer spürbar sind 
  • mit dem Schwert muss der Hieb erkennbar sein, ein kurzes leichtes berühren zählt nicht als Treffer
  • es treten Kontrahenten des gleichen Rüstungstyps / der gleichen Epoche gegeneinander an, wodurch die Chancengleichheit gewahrt wird sowie dem historischen Hintergrund entsprochen wird
  • die Zuweisung der Punkte erfolgt durch die Kampfrichter
  • den Anweisungen der Kampfrichter ist absolut und unverzüglich Folge zu leisten
  • der Kampf findet in dem dafür vorgesehen Bereich statt
  • eine Neuaufstellung im eigentlichen Sinn erfolgt nach Anweisung der Kampfrichter / je Turnierstufe auch bis zum erreichen von 3 Wirkungstreffern
  • bei einer Entwaffnung wird der Kampf bis zu einem gültigen Treffer weitergeführt
  • Entwaffnungen und Hebel sind merklich anzudeuten, jedoch nicht mit voller Wucht und Härte auszuführen
  • das Verlassen des festgelegten Kampfbereiches führt zum Abbruch des Kampfes